Der Freundeskreis fördert jährlich die KinderDomBauhütte und Museumspädagogik in Naumburg und Merseburg.
In diesem Jahr fördert der Freundeskreis der Vereinigten Domstifter vier Projekte:
nina hagen 1991 - uta ca 1245 | c) Jürgen Sieker

Sonderausstellung „Uta trifft Nina“ mit Fotografien von Jürgen Sieker

Jürgen Sieker, der sich in den 1990er-Jahren einen Namen als Portraitfotograf gemacht hat, führte von 1999 bis 2009 einen intensiven und umfangreichen Dialog zwischen der Fotografie und der Skulptur der letzten fünf Jahrtausende in den unterschiedlichsten Kulturkreisen der Erde. Schlusspunkt und aus seiner Sicht durchaus auch Höhepunkt bildet die Auseinandersetzung mit den Werken des Naumburger Meisters.

In der Ausstellung „Uta trifft Nina“ werden in der Marienkirche am Naumburger Dom fotografische „Portraits“ der Skulpturen mit Prominentenportraits konfrontiert und gleichzeitig Werke des Naumburger Meisters im Kontext mit Meisterwerken der Weltskulptur präsentiert. Dabei werden dem Betrachter die beiden Wesensmerkmale, die die Naumburger Werke so einzigartig erscheinen lässt, veranschaulicht: die außerordentliche Lebendigkeit und die herausragende künstlerische Qualität.

Informationen zur Ausstellung können Sie gern der Internetseite der Vereinigten Domstifter entnehmen: uta-trifft-nina.

Um in der Zeit der Corona-Krise die vorgeschriebenen Abstandsregeln und Hygienebestimmungen einhalten zu können, muss die Wegeleitung im Eingangsbereich des Naumburger Doms so organisiert werden, dass die eintreffenden von den herausgehenden Besuchern getrennt werden können. Allein der Aufbau einer neuen Kassensituation mit neuem Tresen, Verlegung neuer elektrischer Leitungen etc. in der Vorhalle des Doms kostet rund 35.000,- €.

In dieser kritischen Situation hat der Freundeskreis zu einer Spendenaktion aufgerufen und kann nun in diesem Jahr neben der KinderDomBauhütte 7.000,- € zu der Neugestaltung des Eingangsbereiches beitragen.

 

Die Restaurierung des Epitaphs von Marschall Bieberstein im Merseburger Dom wird in diesem Jahr durch den Freundeskreis der Vereinigten Domstifter finanziell unterstützt.

Epitaph des Moritz Gottfried Marschall von Bieberstein, Sachsen – Merseburgischer Hofmarschall (Datierung 1698)

Marschall von Bieberstein ist der Name eines alten meißnischen Adelsgeschlechts

Unmittelbar am Übergang vom Dom in das Besucherzentrum für Dom und Schloss Merseburg hängt das Epitaph für Moritz Gottfried Marschall von Bieberstein.
Es zeigt den Verstorbenen in Halbfigur als Ölgemälde auf Leinwand. Bekränzt wird das Bild von Akanthuslaub und einem Totenkopf als Sinnbild der Vergänglichkeit. Die obere Bekrönung bildet ein Engel. Zentral unterhalb des Bildes befindet sich das Wappen der Marschälle von Bieberstein. Zwei kleine Engel halten als unteren Abschluss ein Tuch mit einer Inschrift mit Angaben zum Leben des Verstorbenen.
Als besondere Zutat erweisen sich zwei Obelisken, die das Bild des Verstorbenen flankieren. Obelisken waren zur Zeit der Sekundogenitur Sachsen-Merseburg herrschaftliche Zeichen, die bei den Schlossbauten in Merseburg, Lützen und Delitzsch Anwendung fanden und als „imperiale Geste“ gedeutet wurden. Auf dem Epitaph windet sich Rankenwerk um die Obelisken und verbindet die Wappen der Vorfahren des Verstorbenen. Verarbeitet wurde durch den Bildhauer verschiedenfarbiger Marmor. Bildhauer und Maler sind unbekannt.

Text: © Vereinigte Domstifter

Der Freundeskreis der Vereinigten Domstifter unterstützt in diesem Jahr die Aufzeichnung von vier Orgelklängen der Hildebrandt Orgel im Merseburger Dom.