Der Freundeskreis fördert jährlich die KinderDomBauhütte und Museumspädagogik in Naumburg und Merseburg.
 

Restaurierungen

Epitaph Julius von Kragen

Dank der finanziellen Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer der Vereinigten Domstifter e.V. in Höhe von 10.000 Euro konnte ein historisch wertvolles Epitaph der Familie von Kragen in der Vorhalle des Merseburger Doms restauriert werden. Das kunstvoll gegossene Epitaph aus Bronze besitzt zwei ovale Porträts aus Kupferblech (Ende 17. Jh.) und hat ein Gewicht von 295 Kilogramm. Die Berliner Metallrestaurierungswerkstatt Haber & Brandner übernahm die fachkundigen Arbeiten. Nach manueller Reinigung und Entfernung hartnäckiger Verkrustungen wurden sogar goldene Einlagerungen in den gestochenen Schriftzügen wieder sichtbar. Die verschwärzten Porträts des Majors von Kragen und seiner Frau sind freigelegt und mit einer Firnisschicht zur Festigung versehen.

Zum 200. Geburtstag von Friedrich Ladegast veranstaltete der Freundeskreis Musik und Denkmalpflege in Kirchen des Merseburger Landes e.V. seinen Merseburger Orgelsommer 2018 um 10 Orgeln des Meisters – u..a. die große Ladegast-Orgel und die kleine Ladegast-Orgel im Merseburger Dom.

Die kleine Ladegast-Orgel ist das älteste erhalten gebliebene Werk aus Ladegasts Weißenfelser Werkstatt: Vollendet am 27. Nov. 1850 …Orgelbauer Ladegast aus Weißenfels, wie eine Bleistiftinschrift in der einmanualigen Orgel bezeugt. Diese stammt aus der aufgegebenen und in Verfall begriffenen Dorfkirche Raschwitz. Durch starken Holzwurmbefall erheblich geschädigt, wurde das Instrument 1992 auf Veranlassung der Denkmalschutzbehörde geborgen und mit Unterstützung des Freundeskreises Musik und Denkmalpflege in Kirchen des Merseburger Landes unter Rekonstruktion des Zinnprospekts restauriert (Fa. Rösel & Hercher / Saalfeld, Gehäuserestaurierung Hans Rothe / Burgliebenau). mehr

Das Epitaph der Florentina Cregelia Freifrau von Zech (gest. 1728) gehört zusammen mit dem ihres Mannes Ludwig Adolph Freiherr von Zech zu den bedeutendsten Barockdenkmalen im Merseburger Dom. Es zeigt neben einer Schrifttafel (Antiqua) in Pfeilerädicula seitlich Freifiguren. Es handelt sich dabei um die Caritas (Liebe) und Spes (Hoffnung), die wie eine Reminiszenz an die Hl. Magdalena des Bernini in Siena wirkt. Das Epitaph wird bekrönt von einem Engel, der ein Porträt der Verstorbenen hält. Der Figurenschmuck zeigt eine Frauenmaske und Draperie sowie weinende Engel.
Das Werk wird im Allgemeinen Johann Jakob Hoppenhaupt aus der traditionsreichen Merseburger Bildhauerfamilie Hoppenhaupt zugeschrieben.
Im Zuge der Restaurierung der Bischofskapelle wurde es von seinem ursprünglichen Standort (wo es ein mittelalterliches Epitaph verdeckte) abgenommen und durch Elke Müller (Halle/Saale) sowie Friedhelm Wittchen (Naumburg) restauriert. Im Jahre 2018 konnte das Epitaph am neuen Präsentationsort in der Taufkapelle des Merseburger Domes wieder aufgehangen werden.

Quelle: Peter Ramm, Barock in Merseburg. Johann Michel Hoppenhaupt (1685-1751) und seine Zeit. Katalog zur Gedenkaufstellung im Museum Merseburg (Merseburger Land. Beiträge zur Geschichte und Kultur des Kreises Merseburg, Sonderheft 22), Merseburg [1988], S. 95.

Epitaph der Florentina Cregelia Freifrau von Zech
Epitaph der Florentina Cregelia Freifrau von Zech Foto: (c) M. Cottin
Bischofskapelle Merseburg [(c) fotoKreil]
Bischofskapelle Merseburg | (c) Foto Kreil

Weiteres

Michaeliskirche Zeitz
Außenansicht der Michaeliskirche in Zeitz | Foto: (c) Kunstritter Halle

Anlässlich des 1000jährigen Stadtjubiläums 1967 erfuhr die Michaeliskirche in Zeitz eine umfangreiche Instandsetzung unter Leitung der Denkmalpflege. Damals wurden Putz und Farbe des Innenraums erneuert. Die Wände wurden weiß, die Rippen grau und die Holzausstattung grau/grün/gold gefasst. Der mittelalterliche Altarblock im Hohen Chor wurde weggenommen, der Chor auf das gleiche Höhenniveau wie die Vierung eingeebnet und anstelle des Altars mit einer Orgel bestückt. Die Fenster im Osten erhielten eine Gestaltung des Dresdner Künstlers Hermann Naumann. Der ehemals vorhandene Mittelgang wurde eliminiert und die Fußböden mit Ziegel- und rot eingefärbten Betonplatten ergänzt.

Nun, um 2011, also 50 Jahre später, wirkte der Raum in weiten Teilen gedrungen und düster. Natürlich war die technische Ausstattung, besonders das Licht, weit überlebt. Aber auch baulich bildete die tiefe Westempore dunkle Zonen, welche in den Raum ausstrahlten.

2011 nun beginnt erneut ein umfangreicher Restaurierungsprozess.

Regine Hartkopf, Dombauarchitektin der Vereinigten Domstifter, schreibt in einem Aufsatz: „Zu Beginn meiner intensiven Beschäftigung mit der Michaeliskirche um das Jahr 2011 bot das Haus ein wenig hoffnungsvolles Bild. Wie nun lässt sich hier ein tragfähiges Konzept zur Instandsetzung und Ordnung des Raumes finden?“

So begann ein langer gemeinsamer Arbeitsprozess mit der Gemeinde, der Kirchenleitung, der Denkmalpflege und selbstverständlich mit dem Bauherrn, also den Vereinigten Domstiftern.

Rückblickend lässt sich die Idee der Neukonzeption sehr einfach beschreiben. Das Gesamtkonzept ruht auf drei Säulen:

Licht – Farbe – innere Ordnung.

Grundlage war der Wunsch, dem Raum etwas Leichtes und Einladendes zurückzugeben, gleichzeitig aber auch seine Sakralität zu stärken.
Um diesen theoretischen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen, wurde als erstes gemeinsam entschieden, ein Gemälde des Christus Salvator von Lucas Cranach d.Ä. wieder in den Kirchenraum zurückzubringen. mehr

Michaeliskirche Zeitz Altar Rückwand | (c) Kunstritter Halle
Michaeliskirche Zeitz Altar Rückwand | (c) Kunstritter Halle
3D Modell Merseburger Dom
Erstellt anläßlich der Sonderausstellung „Thilo von Trotha - Merseburgs legendärer Kirchenfürst“.

Dieses gedruckte 3D-Modell des Merseburger Doms wurde für die Sonderausstellung „Thilo von Trotha – Merseburgs legendärer Kirchenfürst“ in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Merseburg erstellt.