Die Stifterfiguren im Naumburger Dom

Im Stifterzyklus des Westchors des Naumburger Doms kommen der Figur des Markgrafen Ekkehard II. und besonders seiner Gemahlin Markgräfin Uta eine herausragende Bedeutung zu. Utas Gestalt und charakteristischen Gesichtszüge haben für Generationen das Bild der mittelalterlichen adeligen Frau schlechthin geprägt. Über das Leben der um das Jahr 1000 geborenen Markgräfin ist nur wenig bekannt. Sie war wohl die Tochter eines Harzgrafen aus Ballenstedt und gehörte zu den Vorfahren der späteren Askanier. Durch ihre Ehe mit Ekkehard II. wurde sie Markgräfin von Meißen.

Um 1243 begann die Errichtung des frühgotischen Westchors, der vermutlich gegen 1250 vollendet war. Der Leiter der Bauhütte wird als „Naumburger Meister“ bezeichnet. Er war nicht nur der Architekt des Westchors, sondern gleichzeitig der leitende Bildhauer.

Stifterfiguren Uta und Ekkahard Foto: M.Rutkowski
Der Text wurde, leicht verändert, dem Büchlein von Holger Kunde "Kleine Schriften der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und 
Naumburg und des Kollegialstifts Zeitz, Bd. 9" entnommen. Erschienen im Michael Imhof Verlag.